Graal-Glas - Kurs im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim

Veröffentlicht auf 28. Januar 2016

Petershagen (lwl). Die zuerst im schwedischen Orrefors praktizierte Graal-Technik verbindet kunstvoll heiße und kalte Verfahren der Glasbearbeitung. Vom 14. bis 21. August bietet der Landschaftsverband-Westfalen Lippe (LWL) die Möglichkeit die komplexe Graal-Technik in einen Kurs unter der Leitung von Wilhelm Vernim in der Glashütte Gernheim umzusetzen.

Entstehung des Graals "Talking behind your back". Foto: W. Vernim

Entstehung des Graals "Talking behind your back". Foto: W. Vernim

Der Kurs wendet sich an Glasmacher und Graveure, Maler und Zeichner, Künstler und Handwerker. Die Arbeiten am Glasofen, wie das Erstellen der Rohlinge und Überfänge, werden von den in der Glashütte Gernheim tätigen Glasmachern Korbinian Stöckle und Torsten Rötzsch unterstützt. Im Bereich Gravur steht Heikko Schulze Höing als weiterer Graveur zur  Seite. Gearbeitet wird täglich von 10 bis 18 Uhr unterbrochen von einer einstündigen Mittagspause. Die Kursgebühr beträgt 860 Euro. Anmeldung unter 05707 9311-26.

Die Graal-Technik berührt alle Aspekte der Glasgestaltung und ist eine Herausforderung für Heiß- und Kaltglasbearbeiter: Zunächst wird am Glasofen ein farbig überfangener Rohling hergestellt. Nach dem Abkühlen wird durch Abtragung der Überfänge das gewünschte Motiv auf den Rohling gebracht. Neben der Gravur kann die Bearbeitung auch durch Schliff oder Sandstrahlen erfolgen. Ist die kalte Bearbeitung vollendet, tempert man den Rohling auf und überfängt ihn mit klarem Glas. Interessierte ohne Vorerfahrung können sich zur Vorbereitung in dem Schnupperkurs: "Glasmachen" immer freitags im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim dem Material annähern. Anmeldung ebenfalls unter 05707 9311-26.

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Geschrieben von teuto

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