Mittelalter-Tag im Widukind Museum Enger am 12. März 2017

Veröffentlicht auf 7. März 2017

Zum Thema "Buch - Druck – Papier - Schrift" findet im Wiukind Museum in Enger am 12. März 2017 von 11 bis 18 Uhr ein Mittelalter-Tag zum Mitmachen und Staunen statt.

Wie wurden früher Bücher geschrieben, kunstvoll mit Malereien illustriert und gebunden? Wie sahen die ersten Druckmaschinen aus und wie ihre Erzeugnisse?

Diesen Fragen geht der Mittelalter-Thementag nach und schlägt einen Bogen von der karolingischen Minuskel über die Buchmalerei bis zu Gutenbergs Buchdruck. Ein Kalligraph, eine Buchmalerin, eine Buchbinderin und ein Gutenberg-Buchdrucker stellen ihre Handwerkstechniken vor.

In der abendländischen mittelalterlichen Kultur spielte die Schriftkunst, die Kalligraphie, eine
kaum zu überschätzende Rolle als einzig bekannte Form der Übermittlung von Literatur. Der
eigentliche Buchschmuck aber waren in erster Linie Bilder und Illustrationen, da im
Christentum kein Bilderverbot gilt, anders als in Islam und Judentum. In der Renaissance und
im Barock entstand als Antwort auf die als nicht allzu schön empfundene gedruckte Schrift
dann die eigentliche, bewusst auf die Schönheit der Schrift ausgerichtete, europäische
Kalligraphie, besonders in Italien, Frankreich und England.

Das Schreiben war im frühen Mittelalter eine kulturelle Errungenschaft, die nicht jeder
einfach lernen konnte. Zunächst waren diese Fertigkeiten bei Hofe oder in Klöstern
anzutreffen. Und dort konnte man das Schreiben lernen. Nicht jeder hatte Zugang zu diesen Schulen. Geistliche und wissenschaftliche illustrierte Handschriften und Bücher gehören zu den wertvollsten Kunstwerken überhaupt. Der Buchdruck veränderte schließlich die mediale Welt des ausgehenden Mittelalters. Bücher wurden mehrfach gedruckt und gelangten nicht nur in die Bibliotheken, sondern auch in die privaten Haushalte.

Geschrieben von teuto

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