Teutoburger Wald: 100 Jahre Gartenkunst im „Botanischen“ in Gütersloh

Veröffentlicht auf 13. Juni 2012

Mit allen Sinnen genießen – 100 Jahre Gartenkunst im „Botanischen“

Guetersloh-mediterraner-Garten-mit-VogelhausGütersloh (gpr). Korrekt müsste es  „Botanischer Garten" heißen, aber „Der Botanische“ klingt eben viel persönlicher. 1912  wurde er am nordöstlichen Rand des Stadtparks angelegt, in diesem Jahr feiert er 100. Geburtstag –  am Sonntag,  26. August, wird er zum „Klanggarten“, am Freitag, 21. und Samstag, 22. September, zur „Lichtskulptur“.  

Um die 170 000 Besucher pro Jahr belegen, dass nicht nur die Gütersloher ihr „grünes Wohnzimmer“ lieben. Der Botanische Garten Gütersloh  spielt in der Top-Liga unter den Parks und Gärten und gehört auf jeden Fall zu den schönsten in der Region. Dass er auch darüber hinaus Wertschätzung genießt, zeigt die jüngste Auszeichnung. Mit ganzen zwölf anderen Parks und Gärten in Deutschland bekamen der Stadtpark und der Botanische Garten jetzt den „Green Flag Award“ überreicht – eine Art Michelinstern der Gartenkunst. Für internationale Aufmerksamkeit sorgt auch die Mitgliedschaft im Europäischen Gartennetzwerk. Der Status als Denkmal ist Verpflichtung für eine überzeugende konzeptionelle Gestaltung und Pflege, für die der städtische Grünflächen-Chef Bernd Winkler und sein Team viel Lob von Fachleuten, aber auch von Besuchern hören.

Postkarte50er.jpgDer Gärtner und Gartenarchitekt  Karl Rogge  (1884-1958) konzipierte den „Botanischen“, wie ihn die Gütersloher liebevoll nennen, als „Schaugarten“. Die Bewohner der expandierenden Stadt sollten etwas „fürs Auge“ bekommen. Sie bekamen mehr  -  ein Fest für alle Sinne, ein Formen- und Farbenspiel, das seinen Reiz aus der – gewollten – Spannung zwischen architektonischer Gestaltung, Raumbildung und Pflanzenvielfalt bezieht. So ist das bis heute geblieben. Behutsam wurde erweitert und angepasst, das letzte Mal im vergangenen Jahr, nachdem Bertelsmann-Chefin Liz Mohn von den Mitarbeitern der Stiftung den „Lavendelgarten“ geschenkt bekam - ein Präsent, das nun der ganzen Stadt zu Gute kommt und eine direkte Verbindung zum Mediterranen Garten und der filigranen Glasfassade des Palmenhauscafés herstellt.

Damit sind  es  insgesamt acht Themengärten, die den Besucher in unterschiedlichste Stimmungen versetzen können – eine Gesamtkomposition aus Sinneseindrücken inklusive Froschkonzert, sich entfaltenden Seerosenblüten, samtenen Moosteppichen und irritierenden Aromen von über 100 Heilkräutern.

Mehr Informationen und Programm unter:
www.botanischer-garten-guetersloh.de

Kontakt:

Susanne Zimmermann, 05241/822262

Geschrieben von teuto

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