Veröffentlicht auf 27. Februar 2015

Minden: Touristisch gepunktet mit "Geschichte neu erleben"

Minden wichtiger Baustein im NRW-Tourismusangebot

Minden Als größte historische Bühne NRWs konnte Minden auch 2014 überregional punkten und den historischen Markenkern mit authentischen Inszenierungen im Rahmen des Reenactments lebendig werden lassen. Nach der sehr erfreulichen Nachfrage in den Vorjahren zogen auch 2014 wieder die Mindener Zeitinseln, die Internationale Reenactormesse oder der 100-jährige Geburtstag von Schleuse und Wasserstraßenkreuz zahlreiche Tagesgäste auch von weit her in das historische Minden.

Diese im Rahmen eines EU-Projektes entwickelten Erlebnisangebote sind in den letzten Jahren zum festen Bestandteil des touristischen NRW-Angebotes im Netzwerk Stadt/Kultur geworden. Die Minden Marketing GmbH (MMG) wurde dazu zum festen Partner von Tourismus NRW und nutzt dadurch die Chancen, die einzigartigen Minden-Angebote auch überregional zu vermarkten. Mit dem Auslaufen der EU-Projektförderung, so MMG-Geschäftsführer Dr. Jörg-Friedrich Sander, seien neue Konzepte gefragt, um die erfolgreichen Module weiter zu entwickeln. Großer Dank gebühre allen MMG-Gesellschaftern, die das Tourismusprojekt seit 2011 unterstützt hätten und auch zukünftig förderten.

Mit der Inszenierung der historischen Stadt durch Reenactment und der konsequenten Entwicklung von touristischen Erlebnisangeboten konnte großes überregionales Interesse geweckt werden und der Bekanntheitsgrad der historischen Stadt gesteigert werden. Minden sei zu der Stadt des Reenactments und beliebter Anlaufpunkt auch für internationale Darstellergruppen geworden, was zu großem Interesse an diesem neuen Marketingansatz und zahlreichen Anfragen auch anderer touristischer Organisationen führte. Mit der Inszenierung Mindens durch Lebendige Geschichtsdarstellung sei das touristische Konzept aufgegangen, zahlreiche neue Tagesgäste und viele internationale Darsteller für das historische Minden zu begeistern. Dabei spielt der Tagestourismus eine Schlüsselrolle in der Region. Von den etwa 2,6 Mrd. Euro touristischem Gesamtumsatz in OstWestfalenLippe pro Jahr entfallen 2/3 auf den Tagestourismus.

Minden: Touristisch gepunktet mit "Geschichte neu erleben"

Gäste nutzen Mindener Tourist Information
Auch die Nachfrage in der Tourist Information bleibt mit über 30.000 Beratungen in 2014 auf hohem Niveau. Hierbei konzentrieren sich die Besucherströme auf die Sommermonate, weiß Clarissa Schablowski von der MMG-Tourist-Information. Die günstige Lage Mindens am Weserradweg locke von Mai bis Oktober besonders auch zahlreiche Radwanderer in die historische Stadt. Auch vom telefonischen Beratungsservice der MMG sei reichlich Gebrauch gemacht worden, wenngleich hier der Trend in Richtung Online-Information gehe. Dabei seien die Kundenwünsche sehr vielfältig. Von einfachen Erkundigungen nach dem Weg, Preisen oder Öffnungszeiten der touristischen Anbieter in Minden bis hin zu umfangreichen Planungsanfragen für den Minden-Besuch ganzer Gruppen reiche das Spektrum. Auch bei den Tagesangeboten, die für den Kunden ein ganzes Paket mit Stadtführung, Schifffahrt und anderen Bausteinen bereit halten, war die Nachfrage gut. Spitzenreiter bei den Pauschalangeboten „Minden über´s Wochenende“ war auch 2014 wieder das Angebot „Minden zu Wasser und zu Lande“, gefolgt von „Mit Volldampf durch das Mühlenland“.

Übernachtungszahlen gestiegen
Positiv hätten sich auch die Übernachtungszahlen in Minden entwickelt. Schon Ende November sei das Vorjahresniveau von über 90.000 erreicht worden, so dass mit der noch ausstehenden Mitteilung der Zahlen des Statistischen Landesamtes für Dezember eine deutliche Steigerung zu erwarten sei.

Minden: Touristisch gepunktet mit "Geschichte neu erleben"

Inszenierte Stadtführungen gehen weiter
Auch die historischen Stadtführungen in Minden sind weiterhin beliebt. Fast 7.000 Gästen sind die schönen Seiten der historischen Stadt von den Mindener Gästeführerrinnen und Gästeführen nähergerbacht worden. Das Angebot reichte auch 2014 von Stadt- und Themenführungen, bis zu Angeboten die historische Stadt per Segway oder Fahrrad zu erkunden. Das in den Vorjahren gut nachgefragte Angebot der durch eine Theatergruppe inszenierten Stadtführungen wurde bereits 2014 unter Einbindung von Ralf Schymon als Hansekaufmann neu aufgelegt. Auch die erfolgreichen Segwaytouren, die Führungen am Wasserstraßenkreuz sowie die neu angebotenen Hexenführungen sollen fortgesetzt werden. Daran knüpft die MMG auch 2015 mit interessanten Themenführungen an, die auf den Tourismusmessen aktuell mit einem neuen Flyer beworben werden.
Ein Dankeschön richtete MMG-Geschäftsführer Dr. Jörg-Friedrich Sander an alle touristischen Partner, die sich in die umfassende touristische Angebotsentwicklung für Minden eingebracht hätten. Ein besonderer Dank gebühre den vierzehn MMG-Gästeführerinnen und Gästeführern für ihre engagierte Arbeit für Minden.

Touristisches Online-Marketing immer bedeutender
Im Tourismusmarketing setze die MMG, so Dr. Sander, nicht nur auf die mit dem Markenclaim „min+din“ übertitelten gedruckten Publikationen, wie Pauschalangebote, Führungen sowie Tagesprogramme für Gruppen und Einzelbesucher, sondern auch auf ein zielführendes Online-Marketing. Frequenzanalysen der MMG-Internetseiten belegten auch 2014 die weiterhin steigenden Nutzerzahlen und die erhöhte Verweildauer auf den Seiten. Nach fulminanten Zuwachsraten in den Vorjahren konnte 2014 erneut ein Spitzenwert von über 922.000 Kundensitzungen bei über 21,6 Mio. Zugriffen verzeichnet werden. Diese Entwicklungen spiegelten die rasant wachsende Bedeutung des touristischen Online-Marketings wider und bestätigten die Strategie der MMG, aktuell und umfassend auf den eigenen Webseiten und im social web für Minden zu werben. Die Weiterentwicklung der Online-Präsenz Mindens im Rahmen des aktuellen MMG-Konzeptes "Digitales Minden", u.a. in den sozialen Netzwerken sei deshalb Dauerauftrag für das Stadtmarketing. Für die kompetente technische Unterstützung gelte den Agenturen Mediensalat und Etageeins großer Dank.

Minden: Touristisch gepunktet mit "Geschichte neu erleben"

Touristische Zertifizierung unentbehrlich
Dauerauftrag sei auch 2014 gewesen, so Clarissa Schablowski, in der gesamten Reisekette, bei Gästeinformation, Angebotsentwicklung und Buchung Servicequalität, Effizienz und Komfort als Kernwerte in den Mittelpunkt zu stellen. Die MMG führe bereits im dritten Jahr erfolgreich die internen Maßnahmen zur Qualitätssicherung zur stetigen Optimierung der Serviceleistungen für die Gäste durch. Bis jetzt seien fünf Mindener Betriebe mit der Zertifizierung Service Q ausgezeichnet worden. Neben der Tourist-Information seien das Hotel Bad Minden, das Mindener Museum, das Reisebüro "Reisen & Erleben" sowie der Friseursalon Karin Funhoff. Nur wenn die Qualitätsstandards stimmten, könnten Minden und die Region auch zukünftig wettbewerbsfähig bleiben. Denn eine Vermarktung von Minden-Angeboten auf der Ebene des NRW-Tourismus sei nur noch mit zertifizierten Partnern möglich.

Die Tourist-Information ist in der Domstraße 2 (im Gebäude der Deutschen Bank) untergebracht. Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 9.00 bis18.00 Uhr und samstags von 10.00 bis 14.00 Uhr. Weitere Informationen bei der Minden Marketing GmbH, Domstraße 2, 32423 Minden, Tel. 0571-829 0659, Fax: 0571-829 0663, E-mail:info@mindenmarketing.de, www.mindenmarketing.de, www.minden-erleben.de,www.minden.de

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Geschrieben von teuto

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Veröffentlicht auf 26. Februar 2015

Geheimnis Teutoburger Wald

Geheimnis Teutoburger Wald
Ein Film von Jobst Knigge
Sendung: 27. Februar 2015, 20.15, WDR Fernsehen
Redaktion: Monika Pohl

weitere Sendetermine: SA 28.2. 12:45 WDR und MO 9.3. 05:00 einsfestival und in der Mediathek

Der Teutoburger Wald. Seit fast 140 Jahren wacht hier Hermann der Cherusker über den Wipfeln. Hat er hier wirklich vor mehr als 2000 Jahren die Germanen zum Sieg gegen die Römer geführt? Nicht weit entfernt ragen unvermittelt gewaltige Felsformationen empor: Die Externsteine. Waren sie das Zentrum einer germanischen Hochkultur? Was ist wahr an den Mythen und Legenden? Ein Stück weiter südlich steht die Wewelsburg. Hier versammelte die SS ihre Elite. Heinrich Himmler plante in der finsteren‘ Ordensburg eine geheime Welt des Bösen.

Auf mehr als 100 Kilometer Länge erstreckt sich der Teutoburger Wald – von Bielefeld fast bis nach Paderborn. Seit Jahrtausenden haben ihn die Menschen genutzt. In ihm gelebt, gejagt und ihre Schlachten geschlagen. Hier haben sie ihre Kultstätten gebaut und ihren Göttern gehuldigt. Und immer noch findet man die Zeugnisse einer längst versunkenen Zeit.

In sieben neuen Folgen der beliebten Reihe „Geheimnisvolle Orte“ haben sich WDR Autoren wieder auf Spurensuche in NRW begeben – sie haben Ort besucht, an denen Geschichte geschrieben wurde. Sie haben Archive durchforstet und Zeitzeugen befragt. Sie sind dabei auf spektakuläre historische Aufnahmen gestoßen – und auf Geschichten, die so noch nie erzählt wurden

Geheimnis Teutoburger Wald

Es ist ein gewaltiges Denkmal, das ein besessener Baumeister dem Cheruskerfürsten Arminius gesetzt hat: 54 Meter hoch, das größte Standbild Mitteleuropas. Und ein technisches Wunderwerk. Wer aber war dieser Arminius oder „Hermann“, wie ihn die deutschen Patrioten später nannten? Und welche dramatische Geschichte rankt sich um die Staute hoch über dem Wald?

Nur wenige Kilometer vom Hermanns Denkmal entfernt liegen die Externsteine. Sie sind mehr als 70 Millionen Jahre alt. Zerklüftete Sandsteinfelsen, bis zu 40 Meter hoch. Rätselhaft erscheinen die Spuren menschlichen Lebens - für viele ein magischer Ort, an dem sie die Spuren einer frühen Hochkultur vermuten. Auch die Nationalsozialisten folgten den Mythen in den Teutoburger Wald. Hier suchten sie nach dem Ursprung der germanischen Kultur. Hier bezogen sie eine finstere Ordensburg.

In der Wewelsburg wollte Heinrich Himmler das Zentrum seiner SS errichten – mehr als 1000 KZ Häftlinge schufteten sich auf der Baustelle zu Tode. Doch verbergen sich in der Gruft noch die Schätze der Nationalsozialisten? Die Wewelsburg ist heute ein Ort der Erinnerung.

Der Teutoburger Wald ist ein verwunschen schöner Ort. Im Schatten der Bäume sprießen die Legenden und Mythen. Die Dokumentation begibt auf die Suche nach den Geheimnissen dieses Waldes.

Zu allen Dokumentationen der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ gibt es ein umfangreiches Web-Angebot unter www.dokuamfreitag.wdr.de

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Geschrieben von teuto

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Veröffentlicht auf 12. Februar 2015

Blick in die Ausstellung, Foto: LWL / Appelhans
Blick in die Ausstellung, Foto: LWL / Appelhans

Führung durch die Ausstellung Verreries Schneider – Glas des Art Déco

Petershagen (lwl). Für Farbigkeit und stilvolle Formgebung war die französische Glashütte Schneider weltberühmt. Gläser aus ihrer bedeutendsten Produktionszeit zeigt das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim in der Ausstellung „Verreries Schneider – Glas des Art Déco“. Am Sonntag (8. 2.) lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu einer Führung durch die Schau ein. Teilnehmer zahlen nur den üblichen Museumseintritt.

Die ausgestellten Kunstgläser der „Verreries Schneider“ geben einen weitreichenden Überblick über die Produktion der Glashütte. Sie gehen vorwiegend auf die Zeit zwischen 1915 und 1930 zurück. Die farbenprächtigen Objekte tragen deutlich die Stilmerkmale des Art Déco: geometrische Formen, kontrastierende Farben, ausgewogene Proportionen.

Im Jahr 1913 erwarben die Brüder Charles und Ernest Schneider eine Glashütte in Epinay-sur-Seine. Sie stellten dort Kunstglas im Stil des Art Nouveau und Art Déco her. Ihre farbeprächtigen und kunstvoll geätzten Gläser fanden großen Anklang beim Publikum: Die „Verreries Schneider“ entwickelten sich in den 1920er Jahren zur größten Kunstglashütte Frankreichs.

Die Sammler Jean-Paul und Laurence Serre sowie Barlach Heuer tragen seit vielen Jahrzehnten systematisch Objekte der Verreries Schneider zusammen. Ihrer Faszination für die große Kunst der Schneider-Gläser ist diese Ausstellung zu verdanken.

Verreries Schneider. Glas de Art Déco

25. Januar bis 5. Mai 2015

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim

Geöffnet Di – So, 10 – 18 Uhr

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Geschrieben von teuto

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